Manchmal braucht das Mini Triebwerk eine Überholung...

 

Der Mini Motor ist besonders. Er ist besonders, weil er sehr kompakt ist und inklusive Getriebe wenig Raum einnimmt. Wie haben die Ingenieure das gemacht?

Motor und Getriebe sind eine Einheit, d.h. die Ölwanne ist nicht wie bei anderen Fahrzeugen eine Blechwanne sondern das Getriebe ansich.

Beides läuft dementsprechend auch in einem Öl. In einem herkömmlichen Motor ist das Motoröl im Regefall keinen Scherkräften durch Zahnräder ausgesetzt. Beim Mini Motor ist das leider so, dadurch kann das Motoröl beim Mini nicht so lange seine Qualität halten. Es muss öfter erneuert werden, alte Inspektionspläne sehen ein Intervall von 5.000 km vor für einen Ölwechsel und Abschmieren.


Trotzdem ist der Mini Motor ein haltbares Aggregat. Er verzeiht auch einen überfälligen Ölwechsel, solange sich noch genug Öl im Motor befindet.


Wird der Ölwechsel allerdings zu lange hinausgezögert oder der Mini sehr scharf gefahren, so kann es doch passieren dass es auf lange Sicht zu mechanischen Schäden im Motor oder Getriebe kommt. In den häufigsten Fällen zeigt sich das durch einen hohen Ölverbrauch bzw. blauer Abgase und/oder kleine Ölpunkte auf dem Fahrzeugheck.

Des Weiteren ist es möglich, dass der Verbrennungsraum zum Kurbelgehäuse durch die Kolbenringe nicht mehr richtig abgedichtet wird. Das führt dazu, dass Öl aus den Dichtungen und Öldämpfe aus der Öldeckelentlüftung quasi rausgedrückt werden.


Beim Getriebe zeigen sich die Schäden in Form von einer schlechten Synchronisierung oder Gängen die wieder „herausspringen“. Das ist meist eine Folge von einem „Hereinreißen“ des zweiten Ganges.



Da bei einer Begutachtung von Lagerschalen, Kolben etc. der Motor in der Mitte getrennt werden muss, macht es Sinn bei einer anstehenden Motorrevision evtl. im gleichen Zuge das Getriebe zu überholen. Das Getriebe ist durch das Trennen nach oben hin sowieso auf. Die Synchronringe kosten im Regelfall kein Vermögen. Das Tauschen der Synchronringe ist nicht einfach, da das Getriebe zerlegt werden muss. Aber wie gesagt, der Motor ist bereits vom Getriebe getrennt. Blöd wäre, wenn man die Getriebeüberholung kurze Zeit später machen möchte, denn dafür muss der Motor wieder ausgebaut und getrennt werden. Natürlich kann man das Getriebe auch unberührt lassen, wenn man keine Schwierigkeiten mit dem Getriebe hat.


Das Problem an der ganzen Geschichte der Motorrevision ist, dass es doch relativ schlecht kalkulierbar ist. Es sei denn man geht von Anfang an davon aus alle Verschleißteile zu erneuern. Ölpumpe, Stösselbecher usw. lassen sich nämlich erst begutachten, wenn der Motor bereits teilweise zerlegt ist. Entdeckt man bei der Demontage eine Ölpumpe mit offensichtlichen Verschleißspuren, dann fällt es dem guten Mechniker schwer diese wieder einzubauen. So kommt evtl. ein Teil zum anderen und die Kosten mehren sich. Ich bitte das bei der Beauftragung einer Motorrevision zu beachten.


Natürlich kann man, wenn man den Mini Motor sowieso zerlegt hat, viele Spielereien in Hinsicht auf Leistungsoptimierung in Betracht ziehen. Einige Modifikation bleiben auch im Verborgenen im Vergleich zu anderen offensichtlichen Optimierungsmaßnahmen. Denkbar ist ein strömungsoptimierter Zylinderkopf oder eine andere Nockenwellen mit anderen Steuerzeiten. Auch die Steuerkette gibt es in Duplexausführung, was eine Längung der Kette minimiert. Erwähnt werden muss an dieser Stelle, dass eine Veränderung der Nockenwellen auch je nach Schärfe zu einem unrunden bzw. höheren Leerlauf führt.

Da es für diesen Bereich Händler gibt, die dort eine sehr große Erfahrung aufweisen (www.mini-mania.eu), sind wir auch bereit von diesem Händler ausgewählte Teile einzubauen. Allerdings nur, weil wir dann sicher sein können, dass die Qualität und Beratung ausgezeichnet ist.

 



Motor ausgebaut, bereit zur Modifikation
Neuer "besserer" Zylinderkopf und veränderte Nockenwelle bringen was...
Motor modifiziert und bereit zum Einbau
Mini Motor komplett zerlegt